
Was ist Meditation: Auszug aus Lexikon der Esoterik
Meditation ist
das Gefühl, nach Hause zu kommen.
Mit diesen einfachen Worten umschreibt – Lawrence
LeShan, Psychologe und Meditationslehrer, das meditative Erlebnis Meditation
ruft nicht nur ein Gefühl der Ruhe und des Friedens hervor, sondern
erfüllt darüber hinaus das Grundbedürfnis des Menschen,
seinen Platz innerhalb der kosmischen Ordnung zu finden.
In
allen Weltreligionen werden Meditationstechniken beschrieben.
Aber erst durch das Interesse an der Philosophie
und Religion des Ostens wurde die Praxis der Meditation in der
westlichen Welt wiederentdeckt. Die meisten Menschen assoziieren Meditation
mit dem Osten, wo diese Methode der Selbstfindung viel stärker ausgeprägt
ist.
Heute gibt es verschiedene Meditationsschulen,
von denen einige von sich behaupten, den einzig richtigen Weg zur Meditation
gefunden zu haben.
Das ist für jeden, der sich noch nicht
mit Meditation beschäftigt hat, sehr verwirrend. Doch mittlerweile
sind einige der Gruppenfelder der Meditation ganz klar definiert worden.
Das
Ziel der Meditation ist in allen Religionen und Weltanschauungen dasselbe:
Den Zustand des Friedens und der Stille,
der Selbstbewusstheit, Erfüllung und Erleuchtung zu erzeugen.
Meditation ist der mystische Weg zum Verständnis
einer größeren Realität, die über die physische
Welt hinausgeht.
Im christlichen Glauben ist sie die Möglichkeit,
zu einer intensiveren Gotteserfahrung zu gelangen.
Die Meditationstechniken sind ebenfalls sehr ähnlich.
Verwendet werden: Atemtechniken, das ständige Wiederholen von einem
bestimmten Wort
( Mantra ) oder Vers ( Koran ), Geräusche
oder spezielle Meditationsmusik.
Meditation ist das Gegenstück zu unserem
rationellen Verstand. Sie ist Mittel der Bewusstseinserweiterung, die
paradoxerweise durch Passivität erlangt wird.
Man könnte sie auch als einen Weg des
Erkennens bezeichnen, da man beim Meditieren zu einer ganz anderen Wahrnehmung
der Realität gelangt.
Meditation kann sowohl aus weltlichen als auch aus religiösen
Motiven praktiziert werden.
Im
letzterem Fall ist der Unterschied zwischen Meditation und Gebet der,
dass das Gebet ein Gespräch mit Gott, die Meditation hingegen das Zuhören
ist.
In manchen
Meditationstechniken verwendet man die visuelle Wahrnehmung, indem
man einen Gegenstand fixiert oder in eine Kerze starrt.
Eine
andere Technik ist das Nach innen – Schauen: Man zählt die Atemzüge
oder konzentriert sich auf den Atemrhythmus.
Andere Techniken
benutzen den Intellekt. Dabei konzentriert man sich auf ein Mantra
oder einen Koran, oder einen anderen Gedanken zuzulassen. Man versucht,
an keinem aufkommenden Gedanken festzuhalten.
In
Gruppenmeditationen gibt es die Möglichkeit der verbalen Anleitung.
Die Meditierenden
werden dazu angeregt, sich eine bestimmte Szene oder Landschaft vorzustellen.
Auch Bewegung
kann zur Meditation eingesetzt werden.
Bei den Sufis
wird ein spezieller Gruppentanz und Gesang benutzt. Tai Chi ist ebenfalls
eine Bewegungsmeditation.
Meditation wird aus unterschiedlichen Motiven heraus praktiziert.
Die
einen sehen in der Meditation eine Möglichkeit, zu einem tieferen Verständnis
der kosmischen Zusammenhänge zu gelangen.
Andere
halten sie für einen unentbehrlichen Bestandteil des spirituellen
Wachstums.
Doch
abgesehen von diesen höheren zielen gibt es auch ganz praktische Gründe,
die für das Meditieren sprechen.
Meditation
hat psychische und physische Nebeneffekte, die messbar und auswertbar
sind.
Bereits seit
einigen Jahren wird die heilsame Wirkung der Meditation wissenschaftlich
erforscht.
Maharishi
Mahesh Yogi, der begründet der Transzendentalen
Meditation (TM), lud Wissenschaftler zur Erforschung der therapeutischen
Wirkung der Meditation ein.
Professor
Herbert Benson ging der Behauptung nach, dass Meditation die Atem und
Herztätigkeit positiv beeinflusst und blutdrucksenkend wirkt.
Seine
Experimente bestätigten dies und führten, ihn zu einer weiteren
Entdeckung der gemeinsame Nenner aller Meditationstechniken ist der
Zustand der Entspannung.
Maxwell
Cade, Wissenschaftler und Meditationslehrer zugleich, beschäftigte
sich mit Hilfe des Biofeedbacks mit dem meditativen Bewusstseinszustand.
Mit
dem von ihm entwickelten Mind Mirror, einem tragbaren EEG, lasen sich
die Gehirnwellenaktivitäten
in beiden Gehirnhälften während veränderten Bewusstseinszuständen
messen. Auch Cade konnte so die positive Wirkung der Meditation nachweisen.
Welche
Meditationstechnik nun für den einzeln geeignet ist, muss jeder
selber herausfinden. Meditation erfordert Ausdauer und Disziplin und
hat kein Endziel.
Vielmehr
ist sie ein angenehmer Begleiter auf der spirituellen Reise zu sich
selbst und zum Göttlichen. |